Grundsätzliches zum Edelstahlkleben

Grundsätzlich ist es so, dass Edelstahl ein Metall ist, welches sich auf Grund der entsprechenden Oberflächeneigenschaften durch Kleben verbinden lässt. Das Kleben von Edelstahl ist ein besonderes Verarbeitungsverfahren, welches in Abhängigkeit von den vorhandenen Klebeflächen auf unterschiedliche Art und Weise umgesetzt werden kann. Das Kleben von Edelstahl bedarf spezieller vorbereitender Tätigkeiten, zu denen das Reinigen der Klebefläche von fetthaltigen Bestandteilen und das Entfernen von Verschmutzungen gehören. Um den Klebevorgang durchführen zu können, eignen sich nicht alle handelsüblichen Klebematerialien. Es können sowohl sogenannte Zwei-Komponenten Kleber auf der Basis von Kunstharzen zum Einsatz kommen als auch Ein-Komponenten Kleber, die ebenfalls als Warmkleber bezeichnet werden. Diese eignen sich nicht nur dazu, um Edelstahl mit Edelstahl zu verbinden, sondern Oberflächen aus Edelstahl mit anderen Rohstoffen wie Holzmaterialien und Kunststoffen zu vereinen. Beim Klebevorgang werden die eher nachteiligen Klebemerkmale des Edelstahls durch die Klebematerialien umgangen, sodass eine stabile Fixierung durch die Eigenschaften des Klebemittels erreicht wird. Wenn es sich beim Kleben von Edelstahl um umfangreiche Flächen handelt, dann wird von Bauprofis vorwiegend ein Zwei-Komponenten Kleber empfohlen, welcher keine Lösemittel enthält. Für das Verkleben von Randflächen ist die Verwendung von sogenannten Klebedichtmassen zu empfehlen. Diese erhalten ihre Aushärtung auch durch den Einfluss von Luftfeuchtigkeit. Im Handel werden für diesen Zweck innerhalb der Klebedichtmassen verschiedene silikonhaltige Substanzen angeboten. Diese eignen sich beispielsweise auch für Edelmetalle, welche in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt werden und im Kontakt mit Trinkwasser stehen. Klebedichtmassen enthalten keine Lösemittel und benötigen eine längere Zeit für das Aushärten und die gewünschte Belastbarkeit der Klebeflächen. Diese Klebemittel werden häufig auch als Silikondichtstoffe oder Spezialsilikone bezeichnet. Im Gegensatz zu diesen Möglichkeiten, die beim Kleben von Edelstahl genutzt werden können, sind die Komponenten-Kleber aus zwei Substanzen durch eine zuverlässige und zügige Aushärtung gekennzeichnet. Sie ermöglichen eine sichere Fixierung unter Einbeziehung kleiner Flächen. Das eigentliche Klebemittel befindet sich in einer Spezialkartusche, welche aus zwei Kammern besteht. Bereits innerhalb der Kartusche erfolgt das Vermischen der zwei Klebebasen. Sobald die Mischung erfolgt ist und das Material auf den Edelstahlflächen aufgetragen wurde, wird die Haftfähigkeit extrem schnell erzielt. Vor dem Verkleben von Edelstahl ist es wichtig, sich Informationen im Fachhandel einzuholen. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn unterschiedliche Arten von Edelstahl miteinander verbunden werden sollen.

 

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